Logarithmisches Argument (Numerus x)Streng positive reelle Zahl (x > 0)
Die physikalische Messgröße oder mathematische Zahl, die logarithmisch skaliert werden soll. In der angewandten Physik, Akustik und Chemie muss dieser Wert zwingend größer als null sein (x > 0), da das Potenzieren einer positiven Basis stets ein positives Ergebnis liefert. So lässt sich beispielsweise ein leises Flüstern mit 0,00002 Pascal oder eine seismische Bodenbewegung mit 50.000 Mikrometern erfassen – Null sowie negative Werte sind auf einer physikalischen logarithmischen Skala mathematisch nicht definiert.
Standard: 100
Logarithmenbasis (Basis der Potenzierung b)Positive reelle Basis ungleich 1 (b > 0, b ≠ 1)
Der Skalierungsfaktor bzw. die Bezugsbasis der Potenzierung. Die Basis muss positiv sein und darf nicht gleich 1 sein, da 1 potenziert mit jedem beliebigen Exponenten stets 1 bleibt und keine Größenunterschiede abbilden kann. Zu den weltweiten Standards zählen die Basis 10 (dekadischer Logarithmus für Dezibel und pH-Werte), die eulersche Zahl e (≈ 2,71828 für den natürlichen Logarithmus bei biologischem Wachstum, Abkühlungsvorgängen und kontinuierlicher Verzinsung) sowie die Basis 2 (binärer Logarithmus für IT-Datenstrukturen, Tonhöhen-Oktaven und Turnierbäume).
Standard: 10 (Zehnerlogarithmus / Dekadisch)
Logarithmenwert / Exponent (Ergebnis y)Logarithmische Kennzahl / Exponent (y ∈ ℝ)
Der exakte Exponent, mit dem die Basis potenziert werden muss, um das Argument zu erhalten (gemäß der Definitionsgleichung b^y = x). Ist der Numerus größer als 1, ist das Ergebnis positiv; ist der Numerus genau 1, ist das Resultat stets 0 (da jede Basis hoch 0 gleich 1 ist); liegt der Numerus zwischen 0 und 1, ergibt sich ein negativer Wert, der Dämpfungsprozesse, Signalabschwächungen oder chemische Verdünnungen widerspiegelt.
Standard: 2,0 (für log₁₀(100))
Antilogarithmus (Inverser Wert x = b^y)Rekonstruierte lineare Größe (x = b^y)
Die exakte Umkehrung der Logarithmierung, welche eine logarithmisch komprimierte Kennzahl wieder in eine lineare, physikalisch greifbare Ausgangsgröße überführt. Aus Basis b und Logarithmenwert y berechnet der Antilogarithmus x = b^y. Beispielsweise liefert die Rückrechnung eines Säuregehalts von pH 3 eine Wasserstoffionen-Konzentration von 10⁻³ = 0,001 mol/l, und ein Signalpegel-Gewinn von +20 dB entspricht einer 10-fachen Verstärkung des Schalldrucks.
Standard: 100 (aus 10²)
Anzeigegenauigkeit (Dezimalstellen)Rundungsgenauigkeit (2 bis 16 Nachkommastellen)
Die Anzahl der ausgegebenen Nachkommastellen bei transzendenten, nicht-periodischen Rechenergebnissen. Da Logarithmen von Werten, die keine exakten ganzzahligen Potenzen der gewählten Basis darstellen, unendliche nicht-periodische Dezimalbrüche erzeugen, bietet eine Rundung auf 4 bis 8 Nachkommastellen den optimalen Mittelweg zwischen schulgerechter Übersichtlichkeit und wissenschaftlich-technischer Präzision.
Standard: 8 Dezimalstellen
Mathematischer NotationsstandardWissenschaftliche Fachkonvention
Die Konvention zur Interpretation eines unbezeichneten 'log'-Ausdrucks. In der Schulmathematik (Sekundarstufe II), Chemie und Akustik bezeichnet 'log' standardmäßig den Zehnerlogarithmus (Basis 10) und 'ln' den natürlichen Logarithmus (Basis e). In der höheren Universitätsmathematik, theoretischen Physik und Statistik steht 'log' hingegen fast ausnahmslos für den natürlichen Logarithmus zur Basis e. In der Informatik und Informationstheorie meint 'log' häufig den Zweierlogarithmus zur Basis 2 (lb bzw. ld).
Standard: Schul- & Ingenieurstandard (log = Basis 10, ln = Basis e)