Geburtsterminrechner (ET & SSW)

Geburtsterminrechner (ET & SSW)

Berechnen Sie Ihren Geburtstermin (ET) und die Schwangerschaftswoche (SSW) nach letzter Periode, Empfängnis oder IVF-Transfer mit Trimester-Zeitplan und Meilensteinen.

Klinische Szenarien & Presets
Parameter & Eingaben

Der erste Tag der letzten Menstruation (keine Schmierblutung). Basis der gynäkologischen Standardberechnung.

28 TageZyklus-Basiswert
21d (Kurzer Zyklus (< 28 Tage))28d (Regulärer Zyklus (28 Tage))45d (Langer Zyklus (> 28 Tage))

Die Naegele-Standardformel basiert auf einem 28-Tage-Zyklus. Bei abweichender Zykluslänge wird der Eisprung exakt angepasst.

Errechneter Entbindungstermin (ET)Klinischer Goldstandard

May 30, 2027

210 Tage bis zum Geburtstermin•1st Trimester

Gestationsalter (SSW + Tage)10w 0d25% der Gesamtschwangerschaft
Schwangerschaftsfortschritt10 / 40 Wochen
10w1st Trimester
T1 (1-13w)24w ViableT2 (14-27w)T3 (28-40w)
Fötaler Größenvergleich
Prune
Geschätzte Fötuslänge (cm)3.1 cm(1.22 in)
Geschätztes Fötusgewicht (g)4 g(0.14 oz)

NIPT cell-free maternal DNA screening window opens

Geschätzter EmpfängnistagSep 6, 2026Eisprungtag als Berechnungsbasis
Beginn 2. Trimester (14+0 SSW)Nov 22, 202614w0d Organogenese (Embryonale Organbildung)
Grenze der Lebensfähigkeit (24+0 SSW)Feb 7, 202724w0d Surfactant-Bildung (Lungenreife)
Beginn 3. Trimester (28+0 SSW)Feb 28, 202728w0d Glukosetoleranztest (24.–28. SSW)
Frühe Reife (ab 37+0 SSW)May 9, 202737w0d Vollständige Lungenreife
Statistischer Median nach ParitätJun 7, 2027+8d (288d Median)
HauptkennzahlMay 30, 2027
Berechnungsgenauigkeit10w 0d
Netto-Ergebnis210 Tage
Technische Referenz & Architektur-Leitfaden

Geburtsterminrechner (SSW & ET) — Referenzhandbuch

Berechnen Sie Ihren Entbindungstermin (ET) und die Schwangerschaftswoche (SSW) nach letzter Periode, Empfängnis oder IVF-Transfer mit Trimester-Zeitplan.

Geburtsterminrechner (SSW & ET) — Referenzhandbuch — Client-seitige In-Memory-Architektur und Datenfluss
Geburtsterminrechner (SSW & ET) — Referenzhandbuch — Client-seitige In-Memory-Architektur und Datenfluss

Wichtige Parameter & Einstellungen

Erster Tag der letzten Periode (LMP)Kalenderdatum (1. Zyklustag)

Der erste Kalendertag der normalen Menstruationsblutung vor der Empfängnis. Die klinische Geburtshilfe addiert nach der Naegele-Regel 280 Tage (40 vollendete Schwangerschaftswochen) zu diesem Datum, um den voraussichtlichen Entbindungstermin (ET) zu ermitteln.

Standard: Kalenderdatum 70 Tage vor heute (Referenz 10. SSW)
Dauer des MenstruationszyklusTage (Üblicher Bereich 21 bis 45 Tage)

Die durchschnittliche Anzahl der Tage vom 1. Zyklustag bis zum Beginn der nächsten Periode. Da die Lutealphase nach dem Eisprung biologisch konstant bei etwa 14 Tagen liegt, verschiebt jeder Tag Abweichung vom 28-Tage-Standard den Eisprung und den Entbindungstermin um exakt ±1 Tag.

Standard: 28 Tage (Standard-Eisprung an Tag 14)
Bestimmtes EmpfängnisdatumKalenderdatum (Eisprung oder LH-Peak)

Das exakte Datum der Befruchtung, nachgewiesen durch den Eisprung (LH-Anstieg im Ovulationstest) oder den Basaltemperaturanstieg. Die geburtshilfliche Berechnung addiert exakt 266 Tage (38 Entwicklungswochen) zu diesem Datum, um den Geburtstermin unabhängig von Zyklusschwankungen zu bestimmen.

Standard: LMP-Datum + 14 Tage
IVF-Embryonalstadium beim TransferKlinisches Stadium (Tag-3-Furchung vs. Tag-5/6-Blastozyste)

Das Entwicklungsalter des Embryos am Tag des Transfers in die Gebärmutter im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung (IVF/ICSI). Bei einem Tag-5-Blastozystentransfer werden 261 Tage zum Transferdatum addiert (266 Tage ab Empfängnis abzüglich 5 Tage Laborkultur), wodurch Zyklusunsicherheiten entfallen.

Standard: Tag-5-Blastozyste (+261 Tage)
Scheitel-Steiß-Länge (SSL-Ultraschall)Millimeter (Messbereich 10 mm bis 84 mm)

Die größte geradlinige Distanz vom Scheitel bis zum Steiß des Embryos, gemessen im Ersttrimester-Ultraschall zwischen 7+0 und 13+6 Schwangerschaftswochen. Die SSL (engl. CRL) gilt in der Pränataldiagnostik als Goldstandard für die Terminkorrektheit auf ±5 bis 7 Tage genau.

Standard: 35 mm (entspricht 10 Wochen + 2 Tage)
Parität der Mutter (Geburtshistorie)Klinische Kategorie (Erstgebärende vs. Mehrgebärende)

Differenzierung nach vorausgegangenen Geburten. Klinische Studien und die Mittendorf-Williams-Regel belegen, dass unkomplizierte Erstschwangerschaften (Primigravida) einen natürlichen Median von 288 Tagen erreichen (8 Tage nach der 40-Wochen-Naegele-Marke), während Folgegeburten (Multipara) im Schnitt bei 283 Tagen liegen.

Standard: Primigravida (Erstgebärende)

Profi-Tipps & Best Practices

Ultraschalldatierung ersetzt klinisch den LMP bei relevanter Diskrepanz

Gemäß Leitlinien der DGGG und internationalen Standards (wie ACOG Committee Opinion Nr. 700) ersetzt das Ultraschallalter den Menstruationstermin, wenn vor der 9. SSW eine Diskrepanz von mehr als 5 Tagen oder zwischen 9+0 und 13+6 SSW von mehr als 7 Tagen vorliegt. Ein errechneter Geburtstermin darf keinesfalls im dritten Trimester neu datiert werden, da dort individuelle genetische Wachstumsvarianzen Messunsicherheiten von über ±3 Wochen verursachen.

Zykluslängenabweichungen verschieben den realen Eisprung deutlich von Tag 14

Klassische Schwangerschaftsdrehscheiben gehen pauschal von einem Eisprung an Tag 14 aus. Tatsächlich bleibt die Lutealphase nach der Ovulation mit ca. 14 Tagen biologisch stabil, während die Follikelphase variiert. Bei einem 35-Tage-Zyklus findet der Eisprung an Tag 21 statt. Eine starre 28-Tage-Formel überschätzt das Gestationsalter um volle 7 Tage und birgt das Risiko einer medizinisch unnötigen Geburtseinleitung wegen vermeintlicher Terminüberschreitung.

Einnistungsblutungen werden häufig fälschlicherweise als Periode gedeutet

Etwa 25 % aller Schwangeren erleben 6 bis 12 Tage nach der Befruchtung eine leichte Schmierblutung, wenn sich die Blastozyste in die Gebärmutterschleimhaut einnistet. Wird diese Nidationblutung irrtümlich für eine schwache Monatsblutung gehalten, verschiebt sich die angenommene letzte Periode um 3 bis 4 Wochen nach hinten. Dieser Trugschluss führt zu einem rechnerisch zu späten Geburtstermin und unnötiger Verunsicherung bezüglich des fetalen Wachstums.

Der Geburtstermin ist ein statistischer Mittelwert und kein fixes Ablaufdatum

Nur etwa 4 bis 5 % aller Babys kommen exakt am errechneten Entbindungstermin (40+0 SSW) zur Welt. Eine physiologisch reife Geburt erstreckt sich über ein 5-wöchiges Zeitfenster von 37+0 bis 41+6 SSW. Bei gesunden Erstgebärenden liegt der statistische Median für den natürlichen Wehenbeginn bei 40 Wochen und 5 Tagen (285 bis 288 Tage ab LMP). Das Erreichen der 40. SSW ohne Wehen ist somit vollkommen normal.

Häufige Fehlerquellen & Fehlerbehebung

⚠️Ultraschalltermin im ersten Trimester weicht von der Berechnung nach der letzten Periode ab.

Die Scheitel-Steiß-Länge (SSL) im frühen Ultraschall ist der klinische Goldstandard, da sich menschliche Embryonen in den ersten Wochen nahezu identisch entwickeln. Weicht der Ultraschallbefund vor der 14. SSW um mehr als 5 Tage (vor der 9. SSW) bzw. mehr als 7 Tage (9+0 bis 13+6 SSW) vom Periodendatum ab, gilt der Ultraschalltermin als verbindlich. Die biologische Zykluslänge variiert oft, das frühe embryonale Wachstum hingegen kaum.

⚠️Unregelmäßige Zyklen oder PCO-Syndrom (PCOS) erschweren die Bestimmung über die letzte Periode.

Bei stark schwankenden Zykluslängen (z. B. zwischen 32 und 55 Tagen) oder anovulatorischen Zyklen führen Kalenderformeln basierend auf der Blutung zu fehlerhaften Werten. Stellen Sie den Rechner auf 'Bestimmtes Empfängnisdatum' um, falls Sie den Eisprung per Basaltemperatur oder LH-Test ermittelt haben, oder nutzen Sie die Scheitel-Steiß-Länge einer frühen Ultraschalluntersuchung in der 7. bis 9. SSW als verlässliche Basis.

⚠️Unsicherheit bei der Datumsberechnung nach Kryotransfer oder IVF-Embryonentransfer.

Verwenden Sie bei IVF- oder Kryozyklen (FET) keinesfalls das Datum der letzten Periode, da hormonelle Vorbereitungsprotokolle den natürlichen Zyklus ersetzen. Wählen Sie 'IVF-Entwicklungsstadium beim Transfer' und geben Sie das Transferdatum sowie das Embryonalalter (Tag-3-Embryo oder Tag-5-Blastozyste) an. Die Berechnung orientiert sich direkt am Befruchtungstag (Transferdatum + 266 Tage minus Kulturtage im Labor).

⚠️Der Menstruationszyklus ist kürzer als 21 Tage oder länger als 45 Tage.

Zyklen außerhalb des biologischen Standardintervalls von 21 bis 45 Tagen beruhen häufig auf unregelmäßiger Follikelreifung oder verkürzten Lutealphasen, bei denen rechnerische Pauschalformeln versagen. Verlassen Sie sich in diesem Fall nicht auf Kalenderberechnungen, sondern lassen Sie den Entbindungstermin mittels früher Scheitel-Steiß-Länge (SSL) im Ultraschall zwischen der 8. und 11. SSW exakt festlegen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie wird der Entbindungstermin nach der Naegele-Regel berechnet?▼

Die klassische Naegele-Regel ermittelt den voraussichtlichen Entbindungstermin (ET) mit der Formel: Erster Tag der letzten Periode + 1 Jahr − 3 Monate + 7 Tage, was genau 280 Tagen (40 Schwangerschaftswochen) entspricht. Bei von 28 Tagen abweichenden Zykluslängen wird die Differenz addiert oder subtrahiert: Bei einem 32-Tage-Zyklus werden beispielsweise 4 Tage hinzugezählt, bei einem 26-Tage-Zyklus 2 Tage abgezogen.

Warum ist das Gestationsalter zwei Wochen weiter als das Entwicklungsalter des Fötus?▼

Das medizinische Gestationsalter (SSW) wird ab dem ersten Tag der letzten Periode gerechnet – also rund zwei Wochen vor Eisprung und Befruchtung. Dadurch ist die Schwangerschaft rechnerisch 14 Tage älter als das eigentliche biologische Alter des Embryos. Diese Konvention hat sich weltweit etabliert, weil der Beginn der Menstruation ein eindeutig beobachtbares Ereignis ist, während der exakte Zeitpunkt der Befruchtung meist unbemerkt bleibt.

Wie viele Babys kommen tatsächlich am errechneten Geburtstermin zur Welt?▼

Nur rund 4 bis 5 % aller Neugeborenen erblicken exakt am errechneten Entbindungstermin das Licht der Welt. Die normale Geburtsdauer verteilt sich nach einer biologischen Gauß-Kurve über ein Fenster von 37+0 bis 41+6 SSW. Etwa 68 % aller Spontangeburten finden innerhalb von 10 Tagen um den errechneten Termin statt; bei unkomplizierten Erstgeburten liegt der natürliche Median bei 40 Wochen und 5 Tagen.

Wann und wie korrigiert eine Ultraschalluntersuchung den Geburtstermin?▼

Nach den Mutterschafts-Richtlinien und gynäkologischen Leitlinien korrigiert der Ersttrimester-Ultraschall den rechnerischen Termin, wenn die gemessene Scheitel-Steiß-Länge (SSL) vor der 9. SSW um mehr als 5 Tage oder zwischen 9+0 und 13+6 SSW um mehr als 7 Tage abweicht. Die frühe Ultraschalldatierung hat Vorrang, weil das embryonale Wachstum im ersten Trimester minimalen biologischen Streuungen unterliegt, während der reale Ovulationstag häufig schwankt.

Wie berechnet man den Entbindungstermin nach einem IVF- oder Kryotransfer?▼

Haftungsausschluss / Hinweis: Dieses Tool dient ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar. Bitte konsultieren Sie einen qualifizierten Finanzberater. Bei einer künstlichen Befruchtung (IVF/ICSI) wird der Entbindungstermin berechnet, indem zum Transferdatum bei einer Tag-5-Blastozyste 261 Tage bzw. bei einem Tag-3-Embryo 263 Tage addiert werden (basierend auf 266 Tagen ab Befruchtung abzüglich der Kulturtage im Brutschrank). Bei einem Kryotransfer (FET) gilt das vitrifizierte Entwicklungsstadium des Embryos am Tag des Auftauens und Einsetzens, was die präziseste Datierung überhaupt ermöglicht.

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