Geburtsterminrechner & Empfängnis
Evidenzbasierte Schwangerschaftsberechnung mit Naegele-Korrektur, ACOG-Ultraschallabgleich und IVF-Transferzyklus

Geburtsterminrechner & Empfängnis

Berechnen Sie Ihren Geburtstermin (ET), aktuelle Schwangerschaftswoche (SSW + Tage), Empfängnisdatum und Ultraschall-Meilensteine mit klinischer Naegele- und IVF-Präzision.

Typische Praxisszenarien
Parameter & Berechnungsmethode

Erster Tag der letzten normalen Menstruationsblutung.

28 Tage
Kurzer Zyklus (21 Tage)Standardzyklus (28 Tage)Langer Zyklus (35 Tage)
14 Tage
Verkürzte Lutealphase (11 Tage)Lutealphase Standard (14 Tage)Verlängerte Lutealphase (16 Tage)
🫐
Woche 10 Frucht- & GrößenvergleichPrune3.1 cm • 4 g
Errechneter Geburtstermin (ET)
29 May 2027
Saturday
Schwangerschaftswoche (SSW)
10w 0d
1. Trimester (Woche 1–13)
Geburts-Countdown
210 Tage
25% Abgeschlossen
Empfängnisfenster & Eisprung
5 Sep 2026
Geschätzter Eisprung
Interaktive Schwangerschaftsdrehscheibe
SSW-Zeitleiste
10Wochen 0Tage
1. Trimester (Woche 1–13)
210 Tage bis zur Geburt
Woche auswählen oder Schieberegler nutzenWoche 10
1. Trimester
2. Trimester
3. Trimester
Reifephase (Golden Window)
Aktuelles Gestationsalter10w 0d
Errechneter Termin (ET)29 May 2027
Schwangerschaftsdrittel1. Trimester (Woche 1–13)
Verbleibende Tage210 d
Fetale Größe & GewichtPrune
Datenschutzgarantie100 % lokal (0 Byte Server-Upload)
Technische Referenz & Architektur-Leitfaden

Geburtsterminrechner & SSW-Berechnung — Referenzhandbuch

Berechnen Sie Ihren Geburtstermin (ET), die aktuelle Schwangerschaftswoche (SSW + Tage), den Empfängnistag und Ultraschall-Meilensteine mit präziser Naegele- und IVF-Methodik.

Geburtsterminrechner & SSW-Berechnung — Referenzhandbuch — Client-seitige In-Memory-Architektur und Datenfluss
Geburtsterminrechner & SSW-Berechnung — Referenzhandbuch — Client-seitige In-Memory-Architektur und Datenfluss

Wichtige Parameter & Einstellungen

Erster Tag der letzten Periode (LMP)Kalenderdatum (Erster Blutungstag)

Das Kalenderdatum des ersten Tages der normalen Blutung der letzten Periode. Nach der von Franz Naegele begründeten geburtshilflichen Konvention beginnt das Gestationsalter rechnerisch an diesem Tag (rund zwei Wochen vor der biologischen Befruchtung), was die standardisierte Zeitachse von 280 Tagen (40 Schwangerschaftswochen) begründet.

Standard: 10 Wochen vor dem heutigen Tag
MenstruationszykluslängeTage (Zeitintervall)

Die Gesamtzahl der Tage vom Beginn einer Menstruationsblutung bis zum Vortag der nächsten Periode. Die klinische Standard-Naegele-Regel setzt einen starren 28-Tage-Zyklus mit Ovulation an Tag 14 voraus. Bei Zyklen von 21 bis 45 Tagen verschiebt sich der Eisprung um (Zykluslänge - 28) Tage, was eine mathematische Anpassung des errechneten Entbindungstermins (ET) erfordert.

Standard: 28 Tage (Normalbereich: 21–35 Tage)
Scheitel-Steiß-Länge (SSL / CRL)Millimeter (Fötale Biometrie)

Die sonografische Direktmessung des menschlichen Embryos oder Fötus vom Scheitelpunkt des Schädels bis zum Steiß. Zwischen der 6. und 14. Schwangerschaftswoche weist die Scheitel-Steiß-Länge (SSL) die geringste biologische Varianz auf und gilt als klinischer Goldstandard der Schwangerschaftsdatierung mit einem 95-%-Konfidenzintervall von +/- 3 bis 5 Tagen.

Standard: Abhängig vom Schwangerschaftsalter (z. B. 17 mm bei 8+1 SSW)
Embryonalstadium beim IVF-TransferEntwicklungstage (Furchungsstadium vs. Blastozyste)

Das postovulatorische Entwicklungsstadium des Embryos zum Zeitpunkt des Transfers in die Gebärmutter. Im Furchungsstadium transferierte Embryonen (Tag 3) benötigen 263 Tage bis zum ET, während Blastozysten an Tag 5 (261 Tage bis zum ET) oder Tag 6 (260 Tage bis zum ET) transferiert werden, um die natürliche Einnistungskinetik exakt abzubilden.

Standard: Tag-5-Blastozyste
Dauer der LutealphaseTage (Postovulatorisches Intervall)

Die biologische Zeitspanne zwischen dem Eisprung und dem Einsetzen der nächsten Menstruationsblutung, gesteuert durch die Progesteronausschüttung des Gelbkörpers. Während die Follikelphase individuell schwankt, ist die normale Lutealphase mit 12 bis 14 Tagen bemerkenswert stabil; Abweichungen verschieben das rechnerische Konzeptionsfenster relativ zum LMP.

Standard: 14 Tage (Normalbereich: 11–16 Tage)
Klinisches Gestationsalter (SSW + Tage)Wochen und Tage (Vollendete Zeitrechnung)

Das offizielle klinische Schwangerschaftsalter, angegeben in vollendeten Wochen plus zusätzlichen Tagen (z. B. steht 14+3 SSW für 14 vollendete Wochen und 3 Tage). Fötale Entwicklungsschritte, die Grenze der Lebensfähigkeit (24+0 SSW) und Screening-Vorgaben im Mutterpass richten sich verbindlich nach den vollendeten SSW statt nach Kalendermonaten.

Standard: Berechnet aus dem Datierungsanker

Profi-Tipps & Best Practices

Der 4-%-Geburtstermin-Realitätscheck

Lediglich etwa 4 % bis 5 % aller Babys kommen tatsächlich am exakt errechneten Entbindungstermin (ET) zur Welt. In der klinischen Geburtshilfe gilt der ET nicht als Stichtag, sondern als statistischer Median eines normalen fünfwöchigen Geburtsfensters: Rund 80 % aller gesunden Neugeborenen werden zwischen 37+0 SSW und 41+6 SSW geboren.

Ultraschall-Korrekturregel (ACOG 700 & DEGUM-Standard)

Weicht die frühe Ultraschallmessung im ersten Trimester um mehr als 5 Tage (vor 9+0 SSW) oder mehr als 7 Tage (zwischen 9+0 und 15+6 SSW) von der Periodenrechnung ab, schreiben geburtshilfliche Leitlinien vor, dass der sonografische Befund das Menstruationsdatum ersetzt. Die frühe Biometrie per Scheitel-Steiß-Länge (SSL) ist deutlich verlässlicher als Zykluserinnerungen oder verspätete Eisprünge.

Die Falle langer Menstruationszyklen

Bei einem natürlichen Zyklus von beispielsweise 35 Tagen datiert die Standard-Naegele-Regel die Schwangerschaft um eine ganze Woche zu früh. Da der Eisprung erst um Zyklustag 21 statt Tag 14 stattfand, verhindert das Hinzurechnen von 7 Tagen zum ET spätere Fehleinschätzungen und ungerechtfertigte Geburtseinleitungen wegen vermeintlicher Übertragung.

Präzise Datierung bei IVF und Kryotransfer (FET)

Schwangerschaften nach künstlicher Befruchtung (IVF/ICSI) bieten die verlässlichste Konzeptionsdatierung der modernen Medizin. Verwenden Sie für die Berechnung niemals das Datum einer hormonellen Abbruchblutung oder des Stimulationsstarts, sondern ausschließlich das exakte Transferdatum und das Entwicklungsstadium (Tag-3-Furchungsembryo oder Tag-5/6-Blastozyste).

Häufige Fehlerquellen & Fehlerbehebung

⚠️Der Datierungs-Ultraschall weicht vom per Periode berechneten ET ab

Orientieren Sie sich am klinischen Korrekturprotokoll: Beträgt die Diskrepanz zwischen letzter Periode und Ersttrimester-Ultraschall maximal 5 Tage (vor der 9. Woche) bzw. maximal 7 Tage (zwischen der 9. und 16. Woche), bleibt der Periodentermin der offizielle ET im Mutterpass. Liegt die Differenz darüber, übernimmt die gynäkologische Praxis den Ultraschalltermin als verbindlichen Standard.

⚠️Schwangerschaftstest positiv, aber Periodendatum ergibt unplausible SSW

Frühe Einnistungsblutungen oder hormonelle Schmierblutungen werden häufig fälschlicherweise als reguläre Menstruation interpretiert. Wenn das rechnerische Schwangerschaftsalter nicht zum ersten positiven Testergebnis passt, fand die Befruchtung meist bereits im Vorzyklus statt. Eine frühe transvaginale Ultraschalluntersuchung zur Bestimmung der Scheitel-Steiß-Länge schafft hier objektive Klarheit.

⚠️Unsicherer Empfängnistag nach Geschlechtsverkehr an mehreren fruchtbaren Tagen

Spermien können im Gebärmutterhals bis zu 5 Tage überleben, während eine gesprungene Eizelle nur 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig bleibt. Da die eigentliche Befruchtung stets innerhalb dieses kurzen Fensters nach dem Eisprung erfolgt – unabhängig davon, welcher Geschlechtsakt die Spermien lieferte –, nutzen Sie im Rechner die Methode 'Erster Tag der letzten Periode' mit Ihrer durchschnittlichen Zykluslänge oder stützen sich auf den Ersttrimester-Ultraschall.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie berechnet man den Entbindungstermin nach der Naegele-Regel?▼

Die Naegele-Regel ermittelt den errechneten Entbindungstermin (ET), indem vom ersten Tag der letzten Periode (LMP) 3 Monate subtrahiert, 7 Tage addiert und 1 Jahr hinzugerechnet werden (entspricht rechnerisch 280 Tagen bzw. 40 Wochen). Beispiel: Begann die letzte Periode am 10. Mai, ergibt minus 3 Monate den 10. Februar; plus 7 Tage und 1 Jahr folgt der ET am 17. Februar des Folgejahres. Weicht Ihre Zykluslänge von 28 Tagen ab, wird die Differenz entsprechend addiert oder abgezogen.

Wie viel Prozent der Babys kommen genau am errechneten Geburtstermin zur Welt?▼

Statistisch werden lediglich etwa 4 % bis 5 % aller Neugeborenen exakt am errechneten 40-Wochen-Termin (40+0 SSW) geboren. Umfassende geburtshilfliche Studien belegen, dass rund 26 % der Geburten im frühen Zeitfenster (37+0 bis 38+6 SSW), 57 % im regulären Reifefenster (39+0 bis 40+6 SSW) und etwa 9 % ab 41+0 SSW stattfinden. Der ET ist somit ein biologischer Richtwert und kein fixer Stichtag.

Periodenrechnung vs. Ultraschall: Welche Datierung ist genauer?▼

Die im ersten Trimester (vor der 14. SSW) per Ultraschall gemessene Scheitel-Steiß-Länge (SSL) ist der reinen Periodenberechnung klinisch überlegen und weist eine Genauigkeit von +/- 3 bis 5 Tagen auf. Die Datierung per Menstruation setzt einen idealtypischen 28-Tage-Zyklus und exakte Erinnerung voraus. Weicht der frühe Ultraschallbefund um mehr als 5 bis 7 Tage ab, wird laut Leitlinien stets der Ultraschalltermin als offizieller ET festgelegt.

Wie wird der Geburtstermin bei einem IVF-Blastozystentransfer berechnet?▼

Bei einer Schwangerschaft durch In-vitro-Fertilisation (IVF/ICSI) wird der Entbindungstermin direkt ab dem Transferdatum des Embryos berechnet und nicht anhand einer Monatsblutung. Bei einem Tag-5-Blastozystentransfer addiert man 261 Tage zum Transfertag (dies entspricht einer verbleibenden Tragzeit von 38 Wochen und 2 Tagen). Bei einem Tag-3-Embryotransfer werden 263 Tage addiert, bei einer Tag-6-Blastozyste 260 Tage. Dies gewährleistet die höchstmögliche Datierungsgenauigkeit in der Reproduktionsmedizin.

Wie beeinflusst ein unregelmäßiger oder 35-tägiger Zyklus den Geburtstermin?▼

Hinweis: Dieses Tool dient rein informativen Zwecken und ersetzt keine ärztliche Diagnostik oder Hebammenbetreuung. Ein längerer Menstruationszyklus verschiebt den errechneten Geburtstermin nach hinten. Während bei einem 28-Tage-Zyklus der Eisprung um Tag 14 stattfindet, tritt er bei einem 35-Tage-Zyklus typischerweise erst um Tag 21 ein (da die Lutealphase mit ca. 14 Tagen stabil bleibt). Die Standard-Naegele-Regel würde die Schwangerschaft um 7 Tage zu früh ansetzen; unser Rechner addiert daher (35 - 28) = 7 Tage zum ET, um Fehleinschätzungen und unnötige Geburtseinleitungen zu verhindern.

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