Potenzielle Brutto-Sollmiete (GSR / PGI)Währung (EUR / Annualisiert)
Der theoretische maximale vertragliche Brutto-Mietertrag bei 100 % Vollvermietung zu bestehenden Mietvertrags- oder marktüblichen Konditionen vor Mieteranreizen (Concessions). Das institutionelle Underwriting gleicht die Brutto-Sollmiete mit den tatsächlichen Ist-Einnahmen der letzten 12 Monate (T12) ab und bereinigt diese um Nebenkostenerstattungen sowie ungesicherte Nebenerlöse. Für zukunftsgerichtete Pro-forma-Prognosen sind jährliche Inflationsanpassungen zwischen 2,00 % und 3,50 % anzusetzen, streng begrenzt durch gesetzliche Mietpreisbremsen, lokale Mietspiegel und den Verbraucherpreisindex (VPI).
Standard: 180.000 €
Wirtschaftlicher Leerstand & MietausfallwagnisProzentsatz (0,00 % - 100,00 %)
Der kombinierte operative Sicherheitsabschlag für physischen Mieterwechsel, Friktionsleerstand, Forderungsausfälle und mietfreie Zeiten. Institutionelle Kreditrichtlinien und Bankenstandards etablieren selbst bei rechnerischer Vollvermietung eine nicht verhandelbare Untergrenze von 5,00 % bis 7,00 %. Bei bezahlbarem Wohnraum (Workforce Housing), B-/C-Standorten oder Gewerbeobjekten mit Einzelmietern (Single-Tenant) erfordern bankenübliche Stresstests einen Puffer für das Mietausfallwagnis von 8,00 % bis 12,50 %.
Standard: 5,00 %
Pro-forma-Betriebskosten (OpEx-Aufstellung)Währung (EUR / Annualisiert)
Die Summe aller wiederkehrenden Ausgaben für den laufenden Objektbetrieb: Grundsteuer (unter Berücksichtigung kommunaler Hebesätze), Gebäude- und Elementarschadensversicherungen, professionelles Property Management (standardmäßig 4,00 % bis 8,00 % der effektiven Bruttoeinnahmen), laufende Instandhaltung, Hausmeister- und Außenanlagenservice sowie Gemeinschaftsstrom und Allgemeinkosten. Die Betriebskostenquote (OER) liegt benchmarkmäßig bei 35,00 % bis 45,00 % bei gewerblichen Triple-Net-Objekten und 45,00 % bis 55,00 % bei Mehrfamilienhäusern – unter striktem Ausschluss von Kapitaldienst und diskretionären Investitionen.
Standard: 68.000 €
Instandhaltungsrücklage (Above-the-Line CapEx)Währung (EUR / Einheit / Jahr)
Verbindliche annualisierte Erhaltungsrücklagen für turnusmäßige bauliche Reinvestitionen (Dachabdichtungen, HVAC-Kälteanlagen, Außenflächen, Aufzugsanlagen) gemäß DIN-/VDI-Lebenszyklustabellen oder Petersscher Formel. Institutionelle Asset-Manager veranschlagen 250 € bis 450 € pro Wohneinheit p. a. bzw. 1,50 € bis 3,50 € pro Quadratmeter Mietfläche bei Gewerbeimmobilien. Der Abzug dieser Rücklagen vor Zinsen und Steuern (Above the Line) liefert den echten institutionellen Nettoertrag (NOI) und verhindert die in Makler-Exposés verbreitete künstliche Renditeschönung.
Standard: 4.000 €
Gesamterwerbskosten (Gross Capital Outlay)Währung (EUR)
Die vollständige Kapitalisierungsbasis, bestehend aus verhandeltem Kaufpreis zuzüglich sämtlicher Erwerbsnebenkosten: Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchgebühren, Rechtsberatung, Gutachten zur Technischen und Umwelt-Due-Diligence (TDD / Phase-I-EDD) sowie Bankbearbeitungsgebühren. Wird die Cap Rate ausschließlich auf Basis des reinen Kaufpreises ohne Transaktionskosten berechnet, wird die tatsächliche ungehebelte Gesamtrendite um 25 bis 75 Basispunkte künstlich überhöht dargestellt.
Standard: 1.450.000 €
Ziel-Exit-Rendite / Markt-Cap-Rate (Hurdle Rate)Prozentsatz (Rendite-Spread)
Die von Investitionsausschüssen geforderte ungehebelte Mindestrendite zur Abdeckung des Illiquiditätsrisikos gegenüber dem risikofreien Referenzzins (10-jährige Bundesanleihe). Institutionelle Core-Wohnimmobilien (Klasse A) in Top-Lagen notieren bei komprimierten Renditen von 4,25 % bis 5,25 %, Vorstadtobjekte der Klasse B erzielen 5,50 % bis 6,75 %, während Klasse-C-Bestandsbauten und Büroimmobilien in Sekundärlagen Risikoaufschläge von 7,50 % bis über 10,50 % verlangen.
Standard: 6,75 %